Aus der Forschung in die Praxis

Die neuesten Ergebnisse und Beiträge zu den Themengebieten Kinderwunsch, Pränatale Medizin, Humangenetik, Endokrinologie und Osteologie für Fachleute und interessierte Laien lesen Sie regelmäßig hier:

Das vermutlich Mitte 2018 in Kraft tretende Samenspenderegistergesetz ermöglicht durch eine Samenspende gezeugten Kindern, ab dem 16. Geburtstag eine Auskunft beim Samenspenderegister zu beantragen. Diese neu eingerichtete zentrale Registrierung vereinfacht die Recherche. Daten über Name, Geburtstag, Geburtsort und Staatsangehörigkeit sind vorgeschrieben. Auch kann der Spender freiwillig ergänzende Angaben über seine Person für das Kind hinterlassen, z.B. Aussehen, Bildungsstand, Bewegungsgründe...

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Bei Frauen ist die Fertilität bekanntermaßen stark altersabhängig. So sinkt sowohl die natürliche Chance auf eine Empfängnis als auch die Erfolgsrate bei einer Kinderwunschbehandlung mit zunehmendem Alter. Zur Vorhersage der individuellen weiblichen Fertilität unter anderem für die Beratung vor einer Kinderwunschtherapie, zur Fertilitätsprotektion oder die Fortführung kontrazeptiver Maßnahmen fehlen aber nach wie vor valide Daten, berechnet auf der Grundlage eines einzelnen Zyklusses mit dem...

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Kombinierte orale Kontrazeptiva gehören zu den sichersten und meistverwendeten Verhütungsmittelnn. Ihre hohe Wirksamkeit beruht vor allem auf einer zuverlässigen und regelmäßigen Einnahme. Den Einfluss der Präparate auf das allgemeine Wohlbefinden und die Depressivität der Anwenderinnen als mögliche Ursache einer hohen Rate nicht eingenommener Tabletten oder der vorzeitigen Beendigung der Einnahme untersuchte jetzt eine schwedische Placebo-kontrollierte Studie mit 340 Teilnehmerinnen, von denen...

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Über 70% aller Frauen leiden unter Wechseljahresbeschwerden, zu denen Hitzewellen als typisches und häufigstes Symptom zählen. Das Auftreten der Beschwerden steht im Zusammenhang mit dem altersabhängig auftretenden Östrogenmangel. Eine Hormontherapie ist der bisher wirksamste Ansatz für eine Beschwerdelinderung. Wenngleich bei einem Großteil der behandelten Frauen als sehr sicher einzuschätzen und auch mit zusätzlichen Vorteilen zum Beispiel für die Knochengesundheit verbunden, wurden Risiken...

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Der positive Einfluss einer körperlichen Aktivität in der Schwangerschaft z.B. auf das Risiko eines Gestationsdiabetes und einer Präeklampsie ist bekannt. Auf der anderen Seite zeigen Studienergebnisse zum Einfluss auf das Frühgeburtsrisiko widersprüchliche Ergebnisse.
Eine aktuelle Meta-Analyse hat sich daher mit dieser Fragestellung beschäftigt  (Aune et al. Physical activity and the risk of preterm birth: a systematic review and meta-analysis of epidemiological studies. BJOG  2017 Apr 4 [Epub...

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Seit Jahren wird in Studien bei Patientinnen mit wiederholten Aborten (≥ 2 aufeinanderfolgende Aborte in derselben Partnerschaft) oder einem rezidivierenden Implantationsversagen (nicht einheitlich definiert, z.B. ≥ 2 Embryotransfers mit ≥ 4 zeitgerecht entwickelten Embryonen guter Qualität) die Bedeutung/Notwendigkeit der Diagnostik und Therapie einer chronischen Endometritis untersucht.

Die Prävalenz wird in den Untersuchungen unterschiedlich beschrieben. Bouet et al. (2016) gaben sie mit 27%...

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Seit Jahren stehen Langzeituntersuchungen von Kindern nach einer ICSI im Focus des Interesses. Da die erste Geburt nach ICSI 1992 mittlerweile bereits einige Jahre zurück liegt, erreichen zunehmend Jugendliche das reproduktive Alter, was zunehmend systematische Untersuchungen zu unterschiedlichen Fragestellungen – wenn auch noch an kleinen Kollektiven – ermöglicht.
Erstmalig wurden in 2 Publikationen Daten zu den Hormonwerten von 54 Männern bzw. 71 Frauen publiziert, die nach einer ICSI geboren...

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Die für eine IVF/ICSI-Therapie durchgeführte hormonelle Stimulation der Eierstöcke führt zu deutlich erhöhten Hormonspiegeln mit dem Risiko eines sogenannten Überstimulationssyndroms (OHSS) und einer herabgesetzten Rezeptivität („Einnistungsbereitschaft“) der Gebärmutterschleimhaut. Diese Phänomene treten insbesondere bei einem übermäßig starken Ansprechen auf die Stimulationsbehandlung mit einer höheren Zahl entnommener Eizellen auf. Durch die vorsorgliche Entscheidung zum Einfrieren aller...

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