Aus der Forschung in die Praxis

Die neuesten Ergebnisse und Beiträge zu den Themengebieten Kinderwunsch, Pränatale Medizin, Humangenetik, Endokrinologie und Osteologie für Fachleute und interessierte Laien lesen Sie regelmäßig hier:

Intrauterine Inseminationen sind integraler Bestandteil der Therapieoptionen beim unerfüllten Kinderwunsch. Interessant ist daher ein aktueller  Review, der sich mit dem Risiko einer Infektion im Zusammenhang mit einer Insemination beschäftigt (Matorras et al. Risk of pelvic inflammatory disease after intrauterine insemination: a systematic review. Reprod. Biomed. Online 2017; Nov [Epub ahead of print]).
In insgesamt 365 874 Behandlungszyklen aus 2 Registerstudien wurden 57 Infektionsfälle...

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Nicht nur die generelle Zahl der Geburten in Deutschland steigt nach Daten des statistischen Bundesamtes, sondern auch der Erfolg der künstlichen Befruchtung. Auf dem Kongress des Dachverbandes Reproduktionsbiologie und – medizin e.V. (DVR) in München (07. – 09.12.2017) wurde das neue IVF-Register-Jahrbuch (D.I.R.-Jahrbuch) vorgestellt. Danach konnten 2015 mehr als 20 000 Kinder nach einer künstlichen Befruchtung geboren werden. 2011 waren es nur etwa 7000 Kinder. Der Anstieg hat wahrscheinlich...

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Auf dem europäischen Kongress für Rheumatologie (EULAR 2017 - Annual European Congress of Rheumatology, 14.-17. Juni 2017, Madrid, Spanien) wurden Daten zum Zusammenhang zwischen einer rheumatoiden Arthritis (RA) und der ovariellen Reserve präsentiert.
Eine niederländische Arbeitsgruppe zeigte in einer longitudinalen Studie, dass Patientinnen mit RA eine deutlich reduzierte ovarielle Reserve aufweisen (Brouwer et al. Ovarian reserve, as assessed by measuring serum Anti-Müllerian-Hormone levels,...

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Die WHI-Studie wurde initial konzipiert um zu prüfen, ob eine Hormontherapie (HT) als primäre Prävention chronischer Erkrankungen - insbesondere kardiovaskulärer Ereignisse – bei postmenopausalen Frauen eingesetzt werden kann. Entgegen der erhofften Erwartungen zeigten die ersten Daten 2002 jedoch ein gesteigertes kardiovaskuläres Risiko, wie auch ein gesteigertes Thrombose- und Mammakarzinom-Risiko unter kombinierter HT.
Die Autoren der WHI-Studie veröffentlichten nun neue Ergebnisse aus der...

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Zhang et al. werteten DNA-Frequenzanalysen gewerblicher Anbieter (https://www.23andme.com) von 43 568 US-amerikanischen Frauen überwiegend (97%) europäischer Abstammung aus, von denen 86,8% eine reguläre erste Schwangerschaftsdauer von 37-42 Wochen und 7,6% von < 37 Wochen angegeben hatten (Zhang et al. Genetic associations with gestational duration and spontaneous preterm birth. N. Engl. J. Med. 2017; 377: 1156-1167).
Es konnten 6 Genloci, die mit der Schwangerschaftsdauer und 3 weitere Genloci,...

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Die Frage, ob in der Schwangerschaft ein generelles TSH-Screening empfohlen werden kann, wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Die Leitlinie des American College of Obstetricans and Gynecologists von 2015 spricht sich beispielsweise gegen ein universelles TSH-Screening in der Schwangerschaft aus (ACOG 2015). Sie empfiehlt stattdessen, die Schilddrüsenparameter nur bei Schwangeren zu bestimmen, wenn diese eine bekannte Vorerkrankung der Schilddrüse, eine Struma oder aber Symptome einer Schilddr...

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Eine unbehandelte Zöliakie hat einen negativen Einfluss auf die weibliche Fertilität. Gehäuft treten Zyklusstörungen bzw. Schwangerschaftskomplikationen auf.
Die Prävalenz einer Zöliakie ist bei Frauen mit einer idiopathischen Sterilität gegenüber Kontrollen erhöht (OR 6; 95% CI 2,4 - 14,6) (Singh et al. 2016). Je nach Literaturquelle schwanken die Angaben zur Inzidenz der Zöliakie-Erkrankung zwischen 1:300 – 1:10000. Im Rahmen einer europäischen Studie erreichte die Zahl der diagnostizierten...

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Ein aktueller Review geht der – gerade auch von Patientinnen oft gestellten -  Frage nach, ob eine Endometriose die Wahrscheinlichkeit von Schwangerschaftskomplikationen erhöht (Zullo et al. Endometriosis and obstetrics complications: a systematic review and meta-analysis. Fertil. Steril. 2017; Sep 2 [Epub ahead of print]).
Ausgewertet wurden 24 Studien mit 1 924 114 Frauen, davon 52 111 (2,7%) mit einer vor der Schwangerschaft (überwiegend histologisch) gesicherten Endometriose und 1 872 003...

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