Aus der Forschung in die Praxis

Die neuesten Ergebnisse und Beiträge zu den Themengebieten Kinderwunsch, Pränatale Medizin, Humangenetik, Endokrinologie und Osteologie für Fachleute und interessierte Laien lesen Sie regelmäßig hier:

Vitamin D wird im menschlichen Körper unter Einfluss von Sonnenstrahlung produziert und unterliegt daher beispielsweise in Norddeutschland starken saisonalen Schwankungen. Es wird mit einer Vielzahl von körperlichen Prozessen in Verbindung gesehen, in erster Linie mit dem Knochenstoffwechsel, aber auch mit dem Immun- und Fortpflanzungssystem. Beispielsweise wird über einen möglichen Zusammenhang mit dem Syndrom polyzystischer Ovarien (PCOS) in verschiedenen Arbeiten spekuliert, welches sich...

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Metformin wird im individuellen Heilversuch auch außerhalb eines Diabetes mellitus bei Patientinnen mit dem Syndrom polyzystischer Ovarien (PCOS) eingesetzt. Nachweisliche Effekte sind beispielsweise eine Zyklusregulierung. Im Falle einer eintretenden Schwangerschaft wird üblicherweise über das Absetzen des Medikamentes beraten. Mitunter wünschen sich Patientinnen aber eine Fortführung der Einnahme unter der Vorstellung, dass sich darunter weiterhin eine verbesserte Stoffwechselsituation...

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Obwohl zahlreiche Studien beschreiben, dass Stress die Ergebnisse einer IVF nicht signifikant beeinflusst, ist die Objektivierbarkeit dieser Aussage schwierig.
Daher ist eine aktuelle Studie interessant, in der nicht nur die üblichen Fragebögen verteilt, sondern zusätzlich auch Cortisol im Speichel bei 485 Frauen unter der Therapie (frühestens 65 Tage vor und bis max. 2 Wochen nach dem Zyklusstart) gemessen und mit dem IVF-Outcome korreliert wurde (Cesta et al. A prospective investigation of...

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In einer aktuellen Studie (Morch et al. Contemporary hormonal contraception and the risk of breast cancer. N. Engl. J. Med. 2017; 377: 2228-2239) kamen die Autoren in einer prospektiven Kohortenstudie zum Ergebnis, dass das Brustkrebsrisiko unter der Gabe von hormonalen Kontrazeptiva steigt. Die Studie umfasste Frauen in Dänemark zwischen dem 15. - 49. Lebensjahr. Ausschlusskriterien waren ein Zustand nach venöser Thromboembolie, vorherige maligne Erkrankungen sowie eine erfolgte...

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Kombinierte hormonelle Kontrazeptiva (KOK) steigern das Risiko venöser Thrombembolien (VTE). Ob neben der Östrogenkomponente auch die enthaltenen Gestagene eine Rolle spielen, ist seit Jahren in Diskussion. Direkte Gerinnungs-steigernde Effekte der Gestagene konnten bislang nicht nachgewiesen werden. Möglicherweise reduzieren jedoch bestimmte Gestagene das durch Ethinylöstradiol (EE) gesteigerte VTE-Risiko mehr als andere, was infolge zu einem niedrigeren VTE-Risiko führt (1).
Vor kurzem wurde...

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Kontrovers diskutiert, aber momentan weitgehend akzeptiert ist, dass bei Kinderwunsch ein TSH < 2,5 mU/l angestrebt werden sollte. Unklar ist, ob eine Therapieindikation auch bei Patientinnen mit normaler Schilddrüsenfunktion und positiven Antikörpern gegen Thyreoperoxidase (TPO-Ak) besteht.
In einer aktuellen randomisierten Studie zu dieser Frage erhielten 300 Frauen mit positiven TPO-Ak bei ansonsten normalen Schilddrüsenwerten entweder L-Thyroxin 25 oder 50 und wurden mit 300...

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Die Endometriumablation ist eine etablierte Therapieoption bei Frauen mit abgeschlossener Familienplanung und Blutungsstörungen. Länger bekannt ist aber auch, dass danach noch Schwangerschaften bei prämenopausalen Frauen eintreten können.
Ein aktueller Review beschäftigt sich mit der Wahrscheinlichkeit einer Konzeption sowie dem Verlauf solcher Schwangerschaften (Kohn et al. Pregnancy after endometrial ablation: a systematic review. BJOG 2018; 125: 43-53).
Die Arbeit umfasst 274 Schwangerschaften...

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Immer wieder wird spekuliert, ob das Alter des Vaters sowohl bei spontan als auch nach Kinderwunschbehandlungen eingetretenen Schwangerschaften eine Bedeutung bezüglich des Risikos für Erkrankungen bei Mutter oder Kind besitzt.
In einer retrospektiven Studie wurden alle Lebendgeburten in Ohio zwischen 2006 und 2012 ausgewertet (Hurley & DeFranco Influence of paternal age on perinatal outcomes. Am. J. Obstet. Gynecol. 2017; 217: 566e1-e6). 3,7% der Neugeborenen entstanden nach reproduktionsmedizi...

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