Zysten, Androgenisierung, Zyklusstörungen

Das polyzystische Ovarsyndrom ist ein Gesamterkrankungskomplex, der aus Zyklusstörungen mit Amenorrhoe oder Oligomenorrhoe – also ganz ausbleibenden oder seltenen Regelblutungen – besteht. Im Blut zeigen sich vermehrte männliche Hormone, die sogenannte Hyperandrogenämie. Häufig leiden die Patientinnen zusätzlich unter Symptomen wie z.B. Akne, Haarausfall oder Hirsutismus. Im Ultraschall zeigen sich manchmal „zystisch“ veränderte Eierstöcke, bei denen es sich allerdings nicht um Zysten, sondern um kleine Eibläschen, die Follikel, handelt.

Das polyzystische Ovarsyndrom ist die häufigste Hormonstörung von Frauen im gebärfähigen Alter. Es betrifft rund fünf bis acht Prozent weltweit. Darüber hinaus ist es der häufigste Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch aufgrund von Zyklusstörungen, die durch die erhöhte Konzentration von Androgenen hervorgerufen werden.

Das PCO-Syndrom ist eine häufige Erkrankung und bedarf einer weiteren Diagnostik. Es ist in aller Regel der Fälle mit einer Insulinresistenz (Zuckerstoffwechselstörung)kombiniert. Deshalb wird vor allem bei übergewichtigen Patientinnen durch einen Zuckerbelastungstest mit Insulinbestimmung eine diabetische Stoffwechsellage abgeklärtausgeschlossen.Das Ziel ist die Durchführung einer individuellen Diagnostik, bestehend aus klinischer und Laboruntersuchung. Dann kann in Abhängigkeit vom klinischen Erscheinungsbild sowie dem Wunsch der Patientin eine individuelle Therapie eingeleitet werden. Gegebenenfalls erfolgt eine enge Kooperation mit einem Internisten und/oder Hautarzt. Bei Kinderwunsch und unregelmäßigen Zyklen kann je nach Befunden z. B. eine Beeinflussung der Insulinempfindlichkeit oder eine Stimulation der Eierstöcke mit Hormonen sinnvoll sein.

Wir bieten Ihnen –parallel zur Betreuung durch Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt – gemeinsam mit internistischen Hormonspezialisten und Ernährungsberaterinnen eine entsprechende Abklärung und Behandlung des PCO-Syndroms an.