Laparoskopie – Stippvisite in der Bauchhöhle

Unterleibsentzündungen, Operationen mit Ausbildung von Verwachsungen oder das Vorliegen von Gebärmutterschleimhaut in der Bauchhöhle (Endometriose) können die Eileiterfunktion beeinträchtigen. Ob ein solches Risiko für eine Funktionseinschränkung der Eileiter vorliegt, lässt sich oft bereits durch ein ausführliches Gespräch (Anamnese) und spezielle Blut- bzw. Ultraschalluntersuchungen abschätzen. Immer dann, wenn die Untersuchung z. B. per Ultraschall keine eindeutigen Befunde erbringt, oder wenn konkreter Verdacht z. B. auf eine Blockade der Eileiter oder Endometriose besteht, wird Ihnen Ihr Arzt zu einer Bauchspiegelung raten.

In der Gynäkologie ist die Bauchspiegelung seit Jahrzehnten bewährte Praxis, um durch einen direkten Blick auf die inneren Organe unklaren Beschwerden oder dem Grund für eine ungewollte Kinderlosigkeit auf die Spur zu kommen. Das Laparoskop ist eigentlich nichts anderes als ein lichtleitender Glasstab mit einer Kamera an der Spitze, der durch die Bauchdecke in die Bauchhöhle eingeführt wird. Findet der Arzt Auffälligkeiten, kann er kleine Proben entnehmen bzw. darstellbare Endometrioseherde bestmöglich entfernen und bestehende Verwachsungen lösen. Eine rein diagnostische Bauchspiegelung ist eine Angelegenheit von ca. einer halben Stunde; kommt ein operativer Eingriff hinzu, verlängert sich die Dauer entsprechend. Für die Bauchspiegelung können wir Ihnen zuverlässige Einrichtungen nennen, mit denen wir seit langer Zeit vertrauensvoll zusammenarbeiten.