Die Gebärmutter unter der Lupe

Wenn die Funktion oder Durchlässigkeit der Eileiter beeinträchtigt sind, liegt das häufig an Verwachsungen nach Operationen oder vorausgegangenen Entzündungen. Auch Myome können dafür verantwortlich sein. Myome sind gutartige Tumore, die aus Muskelzellen der Gebärmutter wachsen. Im ungünstigsten Fall können sie die Eileiterpassage blockieren oder das Einnisten des Embryos verhindern.
Als Endometriose wird eine recht häufige Erkrankung bezeichnet, bei der sich die Gebärmutterschleimhaut nicht nur innerhalb der Gebärmutter, sondern auch außerhalb – meist in der Bauchhöhle – befindet. Durch dieses häufige Phänomen können Verwachsungen entstehen, welche z. B. die Eileiter in ihrer Beweglichkeit einschränken. Endometriose kann bei 20-30% der ungewollt kinderlosen Frauen Grund oder Mit-Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch sein. Wenn der Verdacht auf eine Endometriose besteht, ist es meist nur mit Hilfe eines operativen Eingriffs (Bauchspiegelung) möglich, die Diagnose zu sichern. Häufig kann dann während der OP schon eine Entfernung der Endometriose erfolgen.

Beim Verdacht auf eine solche Beeinträchtigung der Eileiter können die Gebärmutterspiegelung und die Ultraschall-Kontrastmitteldarstellung Klarheit schaffen. Dies sind Verfahren, um die Durchlässigkeit der Eileiter ambulant und ohne Narkose zu überprüfen.
Üblicherweise ist die gesunde Gebärmutter in der Lage, Samenzellen durch koordinierte Bewegungen in den Eileiter zu transportieren. Ist diese Bewegungsfähigkeit jedoch eingeschränkt oder der Eileiter verschlossen, kann dies der Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch sein.

Bei der Ultraschall-Kontrastmitteldarstellung (Hysterosalpingokontrastsonographie) wird ein dünner Katheter in die Gebärmutterhöhle eingeführt, über den man ein Kontrastmittel (ca. 4–5 ml) spült. Dieses fließt über die Eileiter in die Bauchhöhle und lässt sich durch eine gleichzeitig durchgeführte Ultraschalluntersuchung darstellen.
Zur Darstellung der Gebärmutterhöhle erfolgt eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) mit einer Mini-Optik. Dabei wird eine Kamera mit einem Durchmesser von weniger als 3 mm eingeführt. Beide Untersuchungen dauern nicht länger als etwa 5 Minuten und verlaufen in der Regel völlig schmerzfrei, sodass die Untersuchung ambulant und ohne Einsatz von Narkotika vorgenommen werden kann.