Schleichende Demineralisierung der Knochen

Die Osteomalazie (im Kindesalter Rachitis genannt) ist eine schmerzhafte Erweichung des Knochens durch fehlende Mineralisierung der Knochengrundsubstanz. Neben der fehlenden Zufuhr oder verminderten Aufnahme von Kalzium durch eine Resorptionsstörung des Darms kann eine vermehrte Phosphatausscheidung (Beispiel angeborene Phosphat-Diabetes) sowie ein Vitamin-D-Mangel ursächlich sein. Häufigste Ursache ist sicherlich eine Resorptionsstörung von Kalzium und ein Vitamin-D-Mangel, der manchmal bei vermehrter Hautpigmentierung im nordeuropäischen Raum als Immigrations-Osteomalazie bezeichnet wird.

Diagnose

Die Diagnose wird zum einen durch die spezifische Anamnese, die Abfrage spezifischer Beschwerden sowie eine entsprechende körperliche Untersuchung gestellt und durch spezielle Laboruntersuchungen verifiziert. Gegebenenfalls ist eine spezielle bildgebende Diagnostik erforderlich, manchmal auch eine ursächliche Abklärung einer zu Grunde liegenden Magen-Darm-Erkrankung.

Therapie

Die Therapie zielt zunächst auf eine ursächliche Behandlung der Grunderkrankung, sofern eine solche vorliegt. Die initiale Behandlung der Osteomalazie umfasst zudem eine hochdosierte Kalzium- und Vitamin-D-Supplementation. Die Vitamin-D-Supplementation muss in Abhängigkeit von der Grunderkrankung manchmal auch als Injektion verabreicht werden. Die zur Diagnose führenden diffusen Knochenschmerzen werden durch Mineralisation des Knochens im Rahmen der Therapie gebessert.